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Ins Ausland? Wozu? Studierende berichten

Sie planen Ihre Teilnahme an einem Mobilitätsprogramm im Ausland? Lesen Sie hier Berichte von Studierenden, die über ihren Aufenthalt an anderen Universitäten, ihre Teilnahme an Meisterkursen oder Wettbewerben oder von ihren Erfahrungen als Incoming-Studierende an der KUG erzählen.

aktualisiert am:

Kenichiro Kojima: Teilnahme am Dirigiermeisterkurs von Martin Sieghart in Pardubice, Tschechien

Erfahrungsbericht von Kenichiro Kojima

| Foto: Marek Bartoníček, Pixabay

Anna Ziener: Auslandsaufenthalt am Institute of Technology Sligo in Irland (WS 2020/21)

Erfahrungsbericht von Anna Ziener, Bühnengestaltungsstudentin der KUG

Tetiana Lutsyk & Anna Ilchuk: Teilnahme am Wettbewerb "Agustín Aponte" in Teneriffa

Tetiana Lutsyk über den Wettbewerb:

"Für mich war es eine unvergessliche Erfahrung an diesem Wettbewerb teilzunehmen, insbesondere während der Covid Pandemie. Während es in Österreich strenge Beschränkungen gibt, geht das Leben in Spanien weiter, es gibt Konzerte und Wettbewerbe. Ich habe es genossen, wieder für das Live-Publikum zu spielen. Trotz der Tatsache, dass ich mich ohne Aufführungen und nur mit Online-Unterrichten bei meiner Professorin auf den Wettbewerb vorbereiten musste, bin ich sehr froh, dass ich an diesem Wettbewerb teilnehmen konnte. Ich bin mit dem ersten Preis, unvergesslichen Eindrücken und großer Inspiration nach Österreich zurückgekehrt und bin sehr dankbar, dass die KUG mir das ermöglichte!"

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Anna Ilchuk erzählt von ihrem Auftritt:

"Es war mir eine große Freude, an diesem wunderbaren Wettbewerb in Spanien teilzunehmen. Für mich ist es eine wunderbare musikalische Erfahrung und ein unvergessliches Reiseerlebnis. Ich war sehr beeindruckt von der unglaublichen Natur, dem angenehmen Klima und den freundlichen Menschen. Es war mir auch sehr wichtig, wieder öffentlich aufzutreten und den Applaus zu hören...Es ist so wunderbar, dass trotz der Pandemie alle Konzerte und Veranstaltungen stattfinden. Dieser Wettbewerb hat mir sehr geholfen, was Inspiration und neue unvergessliche Emotionen angeht. Ich bin der unserer Universität sehr dankbar für die finanzielle Unterstützung und diese wunderschöne Gelegenheit, in einer so schwierigen Zeit, einen solchen Ort zu besuchen. Danke sehr vielmals!"

Pablo Galaz: Incoming-Studierender an der KUG (Studienjahr 2019/20):

Pablo Galaz über seine Erfahrung als Incoming-Studierender an der KUG, Manchester 22.2.2021:

"When I started my PhD in Music Composition, I never thought I would spend one year in Graz–I didn't even know that an Erasmus+ exchange was possible for postgraduate studies! When I asked my University about the options and saw the University of Music and Performing Arts Graz in the list, I knew I wanted to go there. I visited Graz a few years before my exchange for the Impuls festival, so I was aware that it was not only a beautiful city for living, but also an excellent place for studying music. The level of professors and students is really outstanding, and the university staff was always extremely friendly. During my stay in Graz I made friends, met many musicians, established new connections and learned a lot from knowing the artistic research that is being conducted within the KUG. And I also improved my German! I would recommend any music student, at any level of their studies, to go spend a year in Graz if they can."

Nolwenn Tardy: Incoming-Studierende an der KUG

Nolwenn Tardy über ihre Erfahrung als Incoming-Studierende an der KUG, Paris 3.2.2021:

"I spent 3 months at the KUG from the beginning of November until the end of January. I studied baroque violin and early music with Susanne Scholz, Konstanze Rieckh and Alexander Gergelyfi, who are all generous teachers and marvelous musicians. It was amazing to see how helpful and kind-hearted all the teachers and students of my class were. They made my Erasmus a really interesting and sweet time in spite of the difficult corona situation. Graz is a really beautiful city where it’s really nice to spend time."

Radymyr Tsiko & Anfisa Bobylova: Teilnahme an einem Online-Wettbewerb in den Arabischen Emiraten, Fujairah, 2020

Radymyr Tsiko über den Online-Wettbewerb, Graz 3.1.2021:

"Bei diesem Wettbewerb wurde davon ausgegangen, dass jeder Teilnehmer eine persönliche Bewertung von der Jury erhält. Also habe ich bis jetzt gewartet und festgestellt, dass es keine Bewertung geben würde. Vielleicht liegt dies an einer größeren Teilnehmerzahl als erwartet. Von den vier Kategorien (A, B, C, D) hatte meine etwa 70 Teilnehmer darunter ziemlich gute Pianisten. Daher haben sich die erwarteten Hoffnungen nicht erfüllt:-) Insgesamt finde ich die Ergebnisse der Bewertungen aber richtig.In begrenzten Bedingungen, wenn man nicht Klavier üben kann, es ist schwieriger sich zu entwickeln. Aber wenn man sich beispielsweise auf einen Wettbewerb vorbereitet (auch online), kann man die Motivation nicht so einfach verlieren. Und das ist wichtig."

>>Stream<< - Radymyr Tsiko ab Minute 2:18

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Anfisa Bobylova über den Online-Wettbewerb, Graz 3.1.2021:

"Es war für mich eine gute Erfahrung, am Fujairah ONLINE Piano Competition teilzunehmen. Obwohl ich nicht gewonnen habe, bin ich mit meiner Aufnahme sehr zufrieden. Es gab ungefähr 70 Pianisten in meiner Kategorie und viele von ihnen sind bereits berühmt. Es war interessant für mich, die anderen Pianisten zu hören. Das Niveau war wirklich hoch, aber bei unterschiedlicher Qualität der Aufnahmen und Instrumente kann man nicht immer fair beurteilen. Auf jeden Fall war es eine sehr interessante Erfahrung."

>>Stream<< - Anfisa Bobylova ab Minute 1:10:49

Peter Regitnig: Teilnahme an einem Meisterkurs in Ungarn, 2020

Perer Regitnig über den Meisterkurs Horn „5. Internationale Hornakademie Balatonfüred“:

"Für Musikstudenten ist das Format Meisterkurs eine einzigartige Möglichkeit, neue Kontakte zu knüpfen und das eigene Spiel mit Lehrenden zu verbessern, zu deren Wissen man ansonsten keinen Zugang hätte. Daher finde ich es außerordentlich sinnvoll, dass die Kunstuniversität Graz solche Meisterkurse im Ausland finanziell unterstützt. Leider mussten heuer aufgrund der Pandemie viele dieser Kurse abgesagt werden. Ich hatte das Glück, dass die „5. Internationale Hornakademie“ in Balatonfüred, Ungarn dennoch stattfinden konnte, dafür sorgte die damals noch entspanntere Situation und eine Vielzahl an Sicherheitsvorkehrungen. Vom 15. Bis 23. August trafen sich dort Hornisten aller Länder, um sich persönlich und musikalisch weiterzuentwickeln. Die treibende Kraft hinter dieser Hornakademie ist Prof. Szabolcs Zempleni, der die Professur für Horn an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg innehat und mit den ich in den vergangenen Jahren schon öfter arbeiten durfte. Darüber hinaus konnte man Unterricht bei Prof. Christian-Friedrich Dallmann von der UdK Berlin und von Miklos Takacs von der Staatskapelle Dresden bekommen. Alle drei Lehrenden bewegen sich hornistisch wie didaktisch auf einem immens hohen Niveau und ich durfte mich als Studierender glücklich schätzen, mit jedem von ihnen zwei Unterrichtseinheiten gestalten zu können. Als Korrepetitorin begleitete Akiko Nikami, auch von der UdK Berlin, den Kurs. Was Veranstaltungen dieser Art zusätzlich attraktiv macht, ist der Kontakt zu anderen Studierenden. Gemeinsames Üben und Proben stand ebenso an der Tagesordnung wie der Barbesuch nach der Probe, gemeinsames Kochen oder ein Badeausflug zum Plattensee. Dadurch entstehen wertvolle Kontakte und Freundschaften, die die Zeit überdauern können. Eine erinnerungswürdige Aktion im Rahmen dieses Kurses war auf jeden Fall der Flashmob am Plattensee, bei dem wir Hornisten auf vier Segelyachten verteilt zur Promenade fuhren, um dort ein Freiluftkonzert für die Besucher zu geben. Auch das Abschlusskonzert, bei dem jeder Teilnehmer ein solistisches Werk seiner Wahl vor Publikum zum Besten geben durfte, war ein besonderer Eckpunkt dieser Woche. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sich die Teilnahme an der Hornakademie Balatonfüred äußerst positiv auf meine Ausbildung ausgewirkt hat. Alles dort Gelernte wird mir ebenso auf meinem weiteren musikalischen Lebensweg zugute kommen wie die Kontakte zu anderen Hornistinnen und Hornisten, mit denen ich diese Woche verbringen durfte."

Manako Ito: Teilnahme an einem Barockbogenbaukurs auf Schloss Rheinsberg, 2020

Manako Ito über den Barockbogenbaukurs auf Schloss Rheinsberg, nordwestlich von Berlin, Graz 11.11.2020:

"Zwischen dem 21.09.und dem 25.09.2020 hatte ich die Möglichkeit, an einem Barockbogenbaukurs auf Schloss Rheinsberg teilzunehmen. Wegen des Corona-Risikos war die Reise nach Deutschland schwierig und die Reisekosten wurden höher als geplant. Trotzdem hatte ich eine große Freude beim Kurs. Der Meisterkurs fand zum ersten Mal dort statt. Das Konzept ist, dass jeder Teilnehmer einen eigenen Streicherbogen baut. Diesmal waren wir insgesamt sechs Personen am Kurs, die alle unterschiedliche Instrumente spielten. Unser Lehrer, Herr Oelmüller brachte seine Werkzeuge und zeigte, wie sie funktionieren. Dann haben wir mit kleinen Holzstücken angefangen zu hobeln. Ich habe ein Biber-Modell ausgewählt und einen Bogen kopiert, den ich mir von der KUG auslieh. Es war mir besonders wichtig,diesen Bogen zu bauen, weil die Fragestellung für mein Lecture Recital „Wie baut man frühbarocke Bögen?“ lautet. Obwohl wir sehr wenig Zeit hatten, konnte ich den Bogen am Kurs fertig bauen. Um alles zu dokumentieren, brachte ich eine Videokamera mit, nahm alle Prozessschritte des Bogenbaus auf und habe ein Interview mit dem Lehrenden geführt .Bei dem Eröffnungstag des Institut 15 am 29.09.2020 zeigte ich ein kurzes Video, das ich selbst schnitt und bearbeitete. Ich möchte jetzt weiter über das Thema forschen, Bögenbauen und dadurch mein Lecture Recital gut vorbereiten. Die Teilnahme am Kurs war eine sehr wertvolle Erfahrung für mich und ich bin sehr dankbar, dass die KUG mir das ermöglichte."

Michael Kass: Auslandssemester Cuba, La Habana WS 2019/20

Erfahrungsbericht von Michael Kass

Update: März 2021